Stand der Dinge.

Stand der Dinge.

Wobei „Stand“ übertrieben ist. Es passiert schon was, wenn auch recht langsam. Ich kämpfe immer noch mit dem Schweller der Fahrerseite…

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…und YouTube setzt mir Flausen in den Kopf. Drehmomentstarke Flausen.

Ich bin allerdings immer noch erstaunt, wie der Schweller in Richtung Heck kontinuierlich besser wird. Es scheint gerade so, als ob die Verstärkung der Wagenheberaufnahme wie eine Barriere gewirkt hat.

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Trotzdem: Der Außenschweller und das Stehblech ist mittlerweile komplett raus. Und was für ein Stück Arbeit das war! Der Engländer, der damals die Karosse zusammengebraten hat, hatte offensichtlich tierisch Spaß an seinem Punktschweißer. Gefühlt 3.000 Schweißpunkte, die meisten übereinander und – natürlich – an den wirklich ungünstigsten Stellen, mussten aufgebohrt, -gefräst und -geschliffen werden. Gut, hat aber auch keiner gesagt es sei leicht. Gewonnen habe am Ende ich.

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Wo Blech raus fliegt, muss logischerweise auch wieder Blech hinein. Entsprechend gingen in den letzten Wochen zwei Bestellungen raus. Die erste am 22. Oktober an Hartmut Stevens, bestehend aus Stehblech, Außenschweller, Unterschwellerschiene und Endkappen. Die zweite an den MGOC in England für ein paar Reparaturbleche für die Kotflügel und die linke Schottwand (hier hat sich im unteren Bereich des Radhauses der Gammel auch schon durchs Blech gefressen, wenn auch minimal). Die Pakete vom Owners Club waren auch tatsächlich nur fünf Tage später bei mir. Versandkostenfrei.

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Auf die Teile von Stevens warte ich allerdings heute noch. Das Problem sei die Unterschwellerschiene, die war wohl nicht auf Lager, erklärte mir Hartmut Stevens auf Nachfrage per Telefon vor rund zwei Wochen. Es könne aber sein, dass sie in der letzten Lieferung dabei war. Er versprach mir nachzuschauen und mir eine Mail zu schreiben. Die kam allerdings nie. Letzte Woche schrieb ich dann eine Mail um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Antwort kam zwar keine, aber gestern trudelte die Versandbestätigung in meinem Maileingang ein.

Was mache ich daraus? Nun, einerseits ist es einfach ärgerlich, dass Teile mit einer im Shop angegebenen Lieferzeit von 3-4 Tage mehrere Wochen auf sich warten lassen. Auch ist es ärgerlich, wenn man zugesichert bekommt man würde sich darum kümmern und sich melden und das dann nicht passiert. Andererseits weiß ich darum, dass Hartmut Stevens einer von „den Guten“ ist, also unterstelle ich ihm hier sicher keine böse Absicht. Eher ist es einfach im Alltagsgeschäft untergegangen. Und außerdem: ich hatte die letzten Monate im Job ein absolut brutales Projekt an der Backe, ich hatte eh keine Zeit mich um den englischen Patienten zu kümmern. Kein Groll also, eher ein fader Beigeschmack. Trotzdem werde ich weiter bei Stevens ordern, wenn es sich anbietet. Denn bis jetzt waren meine Erfahrungen immer positiv.

Wie geschrieben, ich hatte keine Zeit mich um das Biest zu kümmern…das heißt aber nicht, dass mein Gehirn nicht mit mehr oder weniger sinnvollen Ideen schwanger gegangen ist. Eine Idee hängt mit den Rädern zusammen. Ich gehe da komplett mit Mark Evans konform: „Wheels maketh the car!“ (<- kurze Frage von einem ausgebildeten TV- und Radioredakteur…gehört da eigentlich ein Punkt hin oder nicht? Gott sei Dank hört man Rechtschreibfehler im TV nicht…) Für meinen Geschmack maketh aber weder Rostyles noch Minilites my car. Die einzige (bezahlbare!) Alternative wären Stahlfelgen oder die Umrüstung auf Speichenräder. Sollte ich eine gute Tube-Speichenradachse auftreiben, wird das passieren.

Die zweite Idee ist nicht wirklich vernünftig, noch ausgegoren. Es begab sich bei einem meiner zahlreichen YouTube-Ausflüge, die in den letzten Wochen berufsbedingt stattfanden. Ich stolperte über folgenden Videotitel:

Miata with LS3 Power!

Die Kernfrage dazu würde lauten: Was passiert wenn man einen 525PS starken Chevrolet LS3 Motor in einen Mazda MX-5 NB quetscht? Die Antwort:

Ganz ehrlich: mir ist die Kinnlade herunter geklappt. Ich habe mir an einem Wochenende die komplette Playlist von diesem Umbau angeschaut und alles, was mir durch den Kopf ging, war: Ich WILL so was! Ein kurzer Check bei mobile, ebay und Co brachte die Erkenntnis, dass

a) du MX-5 NB nachgeschmissen bekommst.

b) du LS3 Motoren in unseren Landen nicht nachgeschmissen bekommst.

Aber dann fiel mir ein, dass ich ja einen der Ahnen des MX-5 ziemlich nackig in meiner Garage stehen habe…

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Jajaja, ich weiß. Irgendwo habe ich geschrieben „Kein V8jadajadajada“. Aber die Idee ist verlockend. Sehr sogar. Macht es Sinn? Keine Ahnung, wahrscheinlich…nein…sicherlich nicht. Im Moment würde ich sagen, dass eine 20 prozentige Chance besteht, dass sich die Zylinderzahl des Biests verdoppelt. Die Gründe, die dagegen sprechen: Kosten, Kosten, dann noch die Kosten und schließlich Kosten. Ach ja, und die Kosten. Auch wenn ein Rover V8 (ich wäre ja schon mit einem dreifünfer zufrieden) relativ günstig zu haben sind und ich sicherlich irgendwo das passende LT77-Getriebe auftreiben würde – damit ist ja nicht Schluß. Die Karosseriemodifikationen halten sich zwar beim Biest im Vergleich zu Sven’s Spencer deutlich in Grenzen, aber der ganze Kram drumherum lässt mich zweifeln. Jedenfalls ist die passende Lektüre schon mal besorgt. Mal sehen wo die Reise hinführt.

3 Kommentare zu “Stand der Dinge.

  1. …ich werde jetzt keine Argumentation pro V8 anstoßen, Dir aber nahelegen, mal einen V8 selbst für ein paar Minuten zu fahren. Dann stelle Dir alle notwendigen Fragen nochmal, schlaf drüber, schau auf Dein Konto und… entscheide Dich. Dann wirst Du richtig entscheiden, egal wie. 😉
    Grüße vom Typen, der sich ebenfalls von seinen irren Ideen getrieben sieht!
    Bye – Sven

  2. Florian

    Hey Sven!
    Mal ganz ehrlich: wir wissen beide ganz genau, was passiert, wenn ich mal einen V8 gefahren bin 😉 Ein verzweifelter Versuch halbwegs rational zu handeln ist daher: so eine Probefahrt noch vermeiden.

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