Stunde „Null“…Komma Fünf.

Ehrlich, es grenzt ja schon fast ans Lächerliche wenn ich mir so anschaue wie oft ich schon vom drohenden Beginn der Demontage des Biests geschrieben habe. Aber: es ist jetzt wirklich passiert! Also, eigentlich ist es schon vor ein paar Monaten passiert. Im Rahmen eines nicht zu kontrollierenden Aktivitätsschubes habe ich im Oktober die Inneneinrichtung, also Sitze und Teppiche, aus dem B heraus gerissen. Erstere versehen seit dem, auf einen Holzrahmen montiert, als Sitzgelegenheiten im Wohnzimmer ihren Dienst. Aber dann kam der ungemütliche Winter und meine ach so ausgefeilten Pläne wurden vom Schicksal unter lautem Gelächter über den Haufen geworfen. Nicht, dass ich mich beklage, ganz im Gegenteil. Es ist viel Gutes passiert, allerdings hat der kleine Engländer dadurch ein paar Reihen weiter hinten im Theatersaal meines Lebens Platz nehmen müssen. Aber das hat sich jetzt geändert.

Schuld war die vordere, rechte Zierleiste. Die stand nämlich schon immer mittig etwas ab. Rein aus Neugierde hatte ich angefangen daran herum zu fingern und eh ichs mich versah war der rechte Scheinwerfer ausgebaut und die Zierleiste demontiert – gänzlich ohne festgerostete und rund genudelte Schrauben! Ein regelrechter Tsunami an Motivation ergoss sich über mich und vor eben dieser triefend (und in Alltagsklamotten) machte ich mich an die linke Seite. Dort machte ich dann auch sofort Bekanntschaft mit dem, was jedem Oldieschrauber echt den letzten Nerv rauben kann: die festgebackene Schraube mit nur noch rudimentär vorhandenem Kreuzschlitzkopf.

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Das war natürlich nicht die einzige ihrer Art. Alle vier Schrauben am Lampentopf waren in vergleichbarem Zustand. Blieb also nur: Ausbohren. Das blieb aber auch die einzige Hürde an der Front, sehr zu meiner freudigen Überraschung. Sogar die Befestigungsschrauben der Zierleisten an den vorderen Kotflügeln haben sofort kooperiert. Und so bot der kleine Scheißer am Ende des Tages einen relativ traurigen Anblick…

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Jetzt schlug die Neugier zu: wie siehts unter dem doch schon reichlich alten Unterbodenschutz aus? Bei der Gelegenheit wollte ich auch gleich mal ausprobieren, welche der zahllosen Möglichkeiten zu Entfernung desselben sich denn als praktikabel erweisen würden – Schaben, Drahtbürste oder dieser Powerigel-Klon, den ich in den Tiefen der unzähligen Kisten gefunden habe, die früher meine zur Werkstatt erkorene Garage bevölkerten.

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Kurz: der Igel und ich sind noch keine Freunde geworden. Der Schaber ist bei dem spröden Zeug, dass da unter meinem Auto hängt einfach effektiver. Die Frage ist nur: wie siehts weiter hinten am Fahrzeug aus? Bodenbleche und Schweller sind in der Vergangenheit schon gemacht worden, dabei ist natürlich auch neuer Unterbodenschutz aufgetragen worden. Irgendwie kreisen meine Gedanken immer noch darum, den ganzen Koffer, beziehungsweise zumindest den Unterboden, strahlen zu lassen. Trockeneis schwant mir so vor. Die wohl beste Alternative wäre sicher chemisches Entlacken und Entrosten mit anschließender KTL. Aber auch die teuerste und damit derzeit völlig außer Diskussion.

Zu guter Letzt musste auch der Lack Bekanntschaft mit dem Igel machen. Das Biest ist offensichtlich in den USA schon mal lackiert worden, war aber wohl schon immer weiß. Trotzdem wollte ich wissen wie viele Lackschichten denn so auf dem Wagen hängen. Gar nicht mal so viele, zumindest auf dem hinteren Kotflügel.

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